Ultraschalldiagnostik im 3. Schwangerschaftsdrittel

Die Untersuchung im letzten Schwangerschaftsdrittel dient in erster Linie der Kontrolle des kindlichen Wachstums. Durch die Bestimmung der Fruchtwassermenge und die Untersuchung mütterlicher und kindlicher Gefäße (Dopplersonographie) kann die Versorgung des Feten durch die Plazenta (Mutterkuchen) beurteilt werden. Somit können kindliche Gefahrenzustände meist rechtzeitig erkannt werden. Insbesondere bei Auffälligkeiten im Rahmen des Zweittrimesterscreenings, bei Mehrlingsschwangerschaften, Verdacht auf Mangelversorgung, verminderter Fruchtwassermenge, aber auch bei Verdacht auf das Vorliegen einer kindlichen Infektion oder Blutgruppenunverträglichkeit werden Untersuchungen in diesem Zeitraum durchgeführt.

Auch einige Fehlanlagen von Organen können gelegentlich erst in diesem fortgeschrittenen Schwangerschaftsalter erkannt werden (z.B. Herzscheidewanddefekte, Harnabflussstörungen, Gerhirnfehlbildungen).
Durch die vorgeburtliche Kenntnis dieser Störungen kann das geburtshilfliche und neonatale (kinderärztliche) Management optimiert werden.

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